Wussten Sie schon, dass …
… Mädchen um ein Vielfaches häufiger von einem Kopflausbefall betroffen sind als Jungen?
Lexikon
Weitere Informationen zu den Begriffen auf dieser Seite:
- Anwendungsfehler
- Atemöffnung
- Auskämmen
- Behandlung
- Chitinhülle
- DGPI
- Dimet 20
- Dimeticon
- Eier
- Eihülle
- Entwesung
- Entwesungsmittelliste
- Haarlänge
- Haarspange
- IfSG
- InfectoPedicul Nissenkamm
- Infektionsschutzgesetz
- Kamm
- Kopflaus
- Läuse
- Larven
- Lebenszyklus
- Nissen
- Nissenkamm
- Nymphen
- Permethrin
- Pyrethroide
- Residualeffekt
Die Behandlung
Wenn Sie einen Kopflausbefall entdeckt haben, sollten Sie umgehend mit der Behandlung beginnen. Um Kopfläuse und ihre Nissen effektiv zu beseitigen, sind zwei Maßnahmen notwendig:
- Behandeln Sie mit einem geeigneten Kopflausmittel, dessen Wirksamkeit belegt ist (z.B. InfectoPedicul oder Dimet 20).
- Kämmen Sie die Haare mit einem geeigneten Nissenkamm regelmäßig aus.
Unten finden Sie ein Schema, nach den Empfehlungen des RKI (Robert Koch-Instituts), an welchen Tagen Sie welche Maßnahme durchführen sollten - versuchen Sie, sich an dieses von Experten empfohlene Schema genau zu halten, damit die Kopfläuse möglichst wirkungsvoll bekämpft werden.
Behandlung mit einem Kopflausmittel: Welche Präparate sind wirklich geeignet?
Für die Behandlung von Kopfläusen gibt es eine große Anzahl verschiedener Mittel. Doch welche sind wirklich geeignet?
Die zuständige Fachgesellschaft für Kinderheilkunde (DGPI) nennt in ihrem Handbuch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gegen Kopfläuse.
Als erstes nennt sie die so genannten Pyrethroide. Dabei handelt es sich um eine Klasse von Substanzen (u.a. Permethrin), die seit Jahren erfolgreich gegen Kopfläuse eingesetzt werden. Sie greifen das Nervensystem der Kopfläuse an und töten sie so ab. Anders als für Läuse sind diese Wirkstoffe für den Menschen nicht schädlich. Vom Robert Koch-Institut wird u.a. InfectoPedicul empfohlen, das auch in der so genannten Entwesungsmittelliste steht und somit die Prüfung laut Infektionsschutzgesetz (IFSG) erfolgreich durchlaufen hat.
Als zweite Behandlungsmöglichkeit nennt die Fachgesellschaft (DGPI) Dimeticon-Präparate. Dabei handelt es sich um ausgewählte Silikonöle, die die Läuse umhüllen, in die Atemöffnungen eindringen und sie ersticken. Für die Wirksamkeit ist die Wahl des richtigen Silikonöls entscheidend, da die verschiedenen Öle unterschiedliche Eigenschaften haben. Für einige Silikonöle ist daher eine sehr lange Einwirkzeit nötig, bevor sie wirksam werden. Mit 20 Minuten Einwirkzeit ist Dimet 20 sehr anwenderfreundlich. Nur zu diesem Präparat wurden aktuelle, aufwändige Vergleichsstudien durchgeführt.
| Präparat | Wirksamkeit durch aktuelle Studie belegt? |
|---|---|
| InfectoPedicul | Ja |
| Dimet 20 | Ja |
Unabhängig davon, welches Präparat Sie einsetzen - versuchen Sie Anwendungsfehler zu vermeiden! Deshalb:
- Die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit einhalten!
- Eine ausreichende Menge an Wirkstoff auftragen!
- Das Mittel gleichmäßig auf dem Kopf verteilen!
- Einen hochwertigen Nissenkamm verwenden!
- Die Behandlung nach 8 bis 10 Tagen wiederholen!
Warum eine Wiederholungsbehandlung genau nach 8-10 Tagen?
Eine Wiederholungsbehandlung wird von vielen Experten, wie dem RKI empfohlen. Sie muss nach 8-10 Tagen erfolgen, um ihr Ziel zu erreichen. Dabei wird der Lebenszyklus der Kopfläuse genau berücksichtigt:
![Durch den Residualeffekt von InfectoPedicul (Nachwirkeffekt) werden auch nachschlüpfende Larven noch abgetötet. [Diagramm] Durch den Residualeffekt von InfectoPedicul (Nachwirkeffekt) werden auch nachschlüpfende Larven noch abgetötet.](/images/content/diagramm_behandlungsschema.png)
Nach der ersten Behandlung mit einem geeigneten Mittel sollten alle Kopfläuse und Larven abgetötet sein. Es kann aber sein, dass einige Eier die Behandlung überlebt haben und aus ihnen noch Larven schlüpfen können. Die Larven schlüpfen 7-10 Tage nach der Eiablage und brauchen weitere 8-10 Tage, bis sie selbst geschlechtsreif sind und Eier ablegen können.
Bei einer Zweitbehandlung am Tag 9 ist also weitgehend sichergestellt, dass alle Larven aus Eiern ausgeschlüpft sind und selbst noch keine neuen Eier legen konnten. So kann die Zweitbehandlung den Lebenszyklus der Läuse unterbrechen und mit großer Wahrscheinlichkeit zur Lausfreiheit führen.
Geeignete Nissenkämme und richtiges Kämmen
Das Ziel des Kämmens ist die Entfernung der Kopflauseier und der Nissen, also der leeren Eihüllen. Die Nissen können sonst über Wochen und Monate in den Haaren verbleiben und langsam herauswachsen. Ein weiterer Effekt ist, dass Sie damit die getöteten oder geschädigten Läuse direkt entfernen. Und natürlich ist das Kämmen die beste Gelegenheit zu prüfen, ob die Behandlung erfolgreich gewesen ist.
Wichtig ist allerdings, dass Sie einen geeigneten Nissenkamm mit eng beieinander stehenden, stabilen Metallzinken verwenden. Da die Nissen im Durchmesser nur 0,3 mm groß sind, sollten die Zinken des Kamms nur 0,1 mm voneinander entfernt stehen, um so die Nissen sicher zu packen und abzustreifen. Metallzinken haben dabei den Vorteil, dass sie starr und wenig beweglich sind, während die Zinken bei Kunststoffkämmen biegsamer sind und so die Nissen einfach durchrutschen können.
Ein Tipp
So können Sie einen Nissenkamm testen: Ziehen Sie ein normales Blatt Papier durch die Zinken. Gleitet der Kamm ohne zu stocken durch, stehen die Zinken zu weit auseinander - spüren Sie einen Widerstand, so ist der Kamm geeignet. Verwenden Sie z. B. den InfectoPedicul Nissenkamm. Er hat stabile, lange Metallzinken in einem Abstand von nur 0,1 mm und ermöglicht so das Auskämmen der Nissen.
So kämmen Sie richtig:
- Feuchten Sie zunächst die Haare an.
- Legen Sie ein helles Handtuch über die Schultern und kämmen Sie das Haar zunächst mit einem normalen Kamm durch, um Knötchen zu entfernen.
- Nehmen Sie eine Haarsträhne zwischen Daumen und Zeigefinger und spannen Sie diese vom Kopf weg. Setzen Sie den Nissenkamm vorsichtig direkt am Haaransatz an und ziehen Sie ihn durch die Strähne bis zu den Haarspitzen durch. Wiederholen Sie dies so oft, bis Sie keine Läuse, Eier und Nissen mehr entdecken.
- Klemmen Sie die behandelte Strähne mit einer Haarspange zur Seite und fahren Sie mit der nächsten fort.
- Wenn Sie das Haar vollständig durchgekämmt haben, spülen Sie das Haar mit klarem Wasser aus.
Wischen Sie den Kamm zwischendurch an einem hellen (Papier-) Tuch ab, oder spülen Sie ihn unter fließendem Wasser aus. Ein Auskochen des Nissenkamms am Ende der Behandlung ist nicht notwendig.
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit: Je nach Haarlänge und -dichte dauert das Auskämmen mindestens 30 Minuten. Das Entfernen der Eier und Nissen aus dem Haar ist aufwändig und erfordert Geduld. Sie werden auch in den Tagen nach dem ersten sorgfältigen Kämmen noch einzelne Nissen finden. Kämmen Sie daher die Haare in regelmäßigen Abständen durch.
In aller Kürze: Die Behandlung auf einen Blick
In Anlehnung an die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts ergibt sich folgendes Behandlungsschema. Halten Sie sich daran, damit Sie die Kopfläuse möglichst sicher in den Griff bekommen.
| Behandlungstag | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geeignetes Kopflausmittel | X | X | |||||||||||
| Nasses Auskämmen | X | X | X | X |
Am Tag 17 evtl. nochmals eine Kontrolle durch nasses Auskämmen durchführen.
www.kopflaus.info — ein kostenloser Service von den Kopflausexperten von InfectoPharm
InfectoPedicul Lösung, Wirkstoff: Permethrin und Dimet 20, Medizinprodukt mit Dimeticon und Dodecanol. Zur Behandlung der Haare bei Befall mit Kopfläusen.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.