Kopflaus-Hotline
Tel.: 01803/654987
Erreichbar Mo-Fr 9-12 (9 ct/min aus dem deutschen Festnetz; aus anderen Netzen ggf. abweichende Kosten.)
Wussten Sie schon, dass …
… der Juckreiz bei 4 von 5 Betroffenen mit Kopfläusen fehlt?
Lexikon
Weitere Informationen zu den Begriffen auf dieser Seite:
Wie entdecke ich einen Kopflausbefall?
In der Schule oder im Kindergarten Ihres Kindes gibt es Kopfläuse. Zunächst ist es wichtig für Sie, festzustellen, ob Ihr Kind überhaupt betroffen ist. Wie gehen Sie nun vor?
Zunächst suchen Sie mit Hilfe einer guten Lichtquelle und einer Lupe den Kopf nach folgendem Schema ab:
- Durchsuchen Sie zunächst grob die Kopfhaut nach Larven, indem Sie das Haar nacheinander an mehreren Stellen mit einem Kamm scheiteln. Finden Sie welche, ist ein Befall da, der behandelt werden muss.
- Überprüfen Sie jetzt den Haaransatz nach Lauseiern von dunkler, bräunlicher Farbe. Kontrollieren Sie, ob es sich nicht um Schmutzpartikel handelt. Lauseier können Sie nur schwer (evtl. mit dem Fingernagel) vom Haar entfernen.
- Finden Sie diese entwicklungsfähigen Lauseier, müssen Sie eine Behandlung vornehmen.
- Finden Sie helle Nissen, also leere Eihüllen, stellen Sie sicher, dass es sich nicht um Schuppen handelt. Auch Nissen sind schwer abzustreifen. Wenn Sie Nissen vorfinden und es wurde in den letzten 6 Monaten keine Kopflausbehandlung durchgeführt, liegt jetzt vermutlich ein aktiver Befall vor, der behandelt werden muss.
- Suchen Sie jetzt nach erwachsenen Läusen. Hierzu feuchten Sie die Haare an und kämmen Sie sie Strähne für Strähne mit einem Nissenkamm durch. Wenn Sie es perfekt machen wollen, klemmen Sie bereits gekämmte Strähnen mit einer Haarspange straff zur Seite. Falls Sie eine Laus finden, liegt ein Befall vor, den Sie behandeln müssen.
![Zwei Kopfläuse klettern auf Haaren. Mit ihren Klammerbeinen können Kopfläuse sehr gut auf Haaren klettern. [Foto] Zwei Kopfläuse klettern auf Haaren. Mit ihren Klammerbeinen können Kopfläuse sehr gut auf Haaren klettern.](/images/content/2laeuse.jpg)
Wenn Sie bei allen drei Schritten keinen Hinweis auf einen Befall finden, sind Sie oder Ihr Kind mit großer Sicherheit lausfrei. Bitte beachten Sie aber: Gerade um einen Kopflausbefall auszuschließen, bedarf es größtmöglicher Sorgfalt. Nehmen Sie sich, wenn Sie unsicher sind, lieber etwas länger Zeit und wiederholen Sie die Suche an den nächsten Tagen.
Es wird immer wieder beschrieben, dass Läuse sich bevorzugt in der Nacken-, Stirn- und Schläfengegend aufhalten. Allerdings gibt es hierfür keine wissenschaftlichen Belege. Läuse können überall auf dem Kopf sein. Bevorzugt halten sie sich aber in unmittelbarer Nähe der Kopfhaut auf. Dort finden sie die optimale Entwicklungstemperatur vor. Ausschließlich hier befinden sich auch die Larven, die aufgrund ihrer eingeschränkten Beweglichkeit die "Futterstelle" nicht verlassen. Die Kopflaus hält sich aber nur auf dem Kopf auf, andere behaarte Regionen des Körpers sind lediglich bei einem extremen Befall betroffen.
Noch eine wichtige Information zu den Kopflauseiern: Die Laus klebt das Ei in Kopfhautnähe an das Haar. Nach etwa 8 Tagen schlüpft die Larve und läßt die leere Eihülle (=Nisse) am Haar zurück. Mit dem Wachstum des Haares rückt die Nisse allmählich weiter vom Kopf weg. Das Haar wächst in der Regel 1 cm pro Monat. Eine Nisse, die z.B. 2 cm von der Kopfhaut entfernt am Haar haftet, wurde also vor ca. 2 Monaten abgelegt , eine Nisse, die 3 cm von der Kopfhaut entfernt am Haar klebt vor 3 Monaten, etc.
Ist der Juckreiz ein Zeichen für einen Kopflausbefall?
Läuse haben in ihrem Speichel eine betäubende Substanz - der Stich bleibt so zunächst unbemerkt. Im Verlauf des Kopflausbefalls kann dann ein Juckreiz auftreten, aber Vorsicht: gerade bei einem frischen Befall fehlt er häufig. Der Juckreiz ist eine allergische Reaktion auf die Substanzen, die die Laus beim Saugen in die Haut abgibt.
Untersuchungen haben ergeben, dass weniger als eine von fünf Personen mit Läusen Juckreiz verspürt. Andererseits fühlen viele Menschen schon allein dann starken Juckreiz, wenn sie nur über Läuse sprechen.
Daher gilt: Der Juckreiz ist nicht ausreichend, um zuverlässig zu sagen, ob Läuse da sind oder nicht. Allein die gründliche Untersuchung des Kopfes und besonders der Kopfhaut ist entscheidend.
www.kopflaus.info — ein Service von InfectoPedicul
InfectoPedicul Lösung (Wirkstoff: Permethrin). Zur Behandlung der Haare bei Befall mit Kopfläusen.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.