Wussten Sie schon, dass …
… nach den Erkältungskrankheiten der Läusebefall die zweithäufigste ansteckende Erkrankung ist?
Lexikon
Weitere Informationen zu den Begriffen auf dieser Seite:
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- alternative Therapie
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Was ist sonst noch zu tun?
Nach der Behandlung
Haben Sie etwas Geduld, denn Läuse können nach der Behandlung manchmal noch mehrere Stunden bewegungsfähig sein und sterben erst dann. Kontrollieren Sie den Kopf nach dem oben aufgeführten Schema (siehe Seite: Die Behandlung).
Falls Larven nachschlüpfen, sind diese von den erwachsenen Läusen zu unterscheiden. Frisch geschlüpfte Larven sind ca. 1 mm klein, eine erwachsene Kopflaus ist jedoch bis zu 3,5 mm groß. Die Larven sind nahe der Kopfhaut zu finden und sind nicht in der Lage den Kopf zu verlassen. Sobald sie geschlüpft sind, müssen sie versuchen die Kopfhaut zu erreichen, um eine Blutmahlzeit einnehmen zu können. Eine zweite Behandlung ist dann nicht direkt notwendig, Sie können die Larven leicht mit einem Kamm entfernen. Eine weitere Behandlung sollte erst nach 8-10 Tagen durchgeführt werden. Wenn Sie allerdings in den Tagen nach der ersten Anwendung erwachsene, flinke Läuse auf dem Kopf entdecken, so deutet dies auf eine erneute Ansteckung hin. Dann muss umgehend wiederholt behandelt werden.
Wäscheberge und Großputz?
Immer wieder lesen und hören Sie davon, dass nach der Behandlung mit einem Läusemittel die Arbeit erst richtig losgeht. Da werden täglich die Betten abgezogen, die ganze Wäsche gewaschen, der Hund gekämmt, die Böden gewischt, die Polstermöbel desinfiziert und alles was nicht gewaschen werden kann, kommt für Wochen in Plastiksäcken in den Keller. Dies ist unnötig, da die Kopflaus sich fast ausschließlich auf dem Kopf ihres Wirtes aufhält und außerhalb des Kopfes nur 48 Stunden überlebt.
![Kopfläuse lauern nicht in Polstern! [Zeichnung] Kopfläuse lauern nicht in Polstern!](/images/content/laus_fernglas.jpg)
Bitte bedenken Sie: Läuse kann jeder bekommen, unabhängig von der persönlichen Sauberkeit. Es gibt inzwischen sogar Hinweise in der wissenschaftlichen Literatur, dass sich Kopfläuse auf entfettetem Haar wohler fühlen als auf ungewaschenem Haar.
Wichtig: Die Ansteckungsquelle finden!
Wichtiger ist es, die Kontaktpersonen zu informieren und herauszufinden, woher der Kopflausbefall kommt. Es muss in der Umgebung einen unentdeckten Kopflausträger geben. Veranlassen Sie gegebenenfalls eine Untersuchung und/oder Behandlung der Kontaktperson. Zur Vermeidung einer Pingpong Infektion ist es häufig ratsam, die Familienmitglieder gleichzeitig zu behandeln. Für viele Eltern ist jedoch der Umgang mit diesem Thema äußerst schwierig. Immer noch empfinden viele einen großen Ekel vor den flinken Tierchen. Der Befallene gilt als schmuddelig oder unsauber, wenn er von Kopfläusen heimgesucht wird. Diese Hemmschwelle zu überwinden, ist sicher das Schwierigste an der detektivischen Arbeit, die Quelle des Befalls herauszufinden.
Gehen Sie mit Hilfe des Elternbeirats oder der Elternpflegschaft diplomatisch vor und zeigen Sie durch eigene Courage und Offenheit dem Thema gegenüber, dass man nur gemeinsam einen grassierenden Befall in der Einrichtung in den Griff bekommen kann.
Ein Kopflausbefall stellt für die Familie eine starke Stresssituation dar. Vergessen Sie dabei nicht die wichtigste Maßnahme: die Behandlung der befallenen Köpfe.
Wann zum Arzt?
Einen Arzt sollten Sie hinzuziehen, wenn …
- der erste Behandlungsversuch misslungen ist,
- ein Säugling oder Kleinkind sowie Schwangere oder Stillende betroffen sind,
- die Haut bereits stark aufgekratzt oder entzündet ist oder
- bereits eine andere Hauterkrankung vorliegt.
Alternative Therapien
Die komplette Rasur des Kopfes stellte in früheren Zeiten die einzige wirkungsvolle Methode bei grassierenden Kopflausepidemien dar. Heute ist diese Vorgehensweise Kindern nicht zumutbar. Aber auch Behandlungen mit Mayonnaise, Olivenöl, oder mit heißer Luft (Fön, Trockenhaube etc.) sind als bedenklich einzustufen.
Hohe Temperaturen schädigen letztendlich nicht nur die Laus, sondern auch den Menschen, ihren Wirt. Diese Methoden mögen zwar originell sein, der Erfolg ist aber wissenschaftlich in keiner Weise belegt. Die Folgen dieser experimentellen Behandlungen, wie Verbrennungen durch zu heiße Luft, verkleistertes, fettiges Haar durch die Mayonnaise- oder Olivenölbehandlung, ganz zu schweigen von den unnötigen finanziellen Ausgaben, sollte jeder Anwender vorher bedenken.
Kosmetische Shampoos, die Sie in der Drogerie kaufen können, sind keine effektiven Mittel gegen einen Kopflausbefall. Häufiges Haarewaschen ergibt nur saubere Läuse. Der wasserunlösliche Kitt, mit dem die Kopflaus ihre Eier am Haar festklebt, lässt sich durch ein Shampoo nicht ablösen.
www.kopflaus.info — ein kostenloser Service von den Kopflausexperten von InfectoPharm
InfectoPedicul Lösung, Wirkstoff: Permethrin und Dimet 20, Medizinprodukt mit Dimeticon und Dodecanol. Zur Behandlung der Haare bei Befall mit Kopfläusen.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.