Wussten Sie schon, dass …

… Läuse gewaschene Haare womöglich lieber haben als fettige?

Was sind Läuse?

Kopfläuse sind etwa 2 bis 3,5 mm lange, abgeflachte Insekten mit 6 Beinen. Sie sind eher von grauer bis durchsichtiger Farbe und nach einer Blutmahlzeit bräunlich bis rötlich. Die Endglieder der sechs Beinpaare sind zu Klammergreifern umgebildet, mit denen sich die Laus ausgezeichnet am Haar festhalten kann. Springen oder fliegen kann die Kopflaus nicht. Die einzige Nahrung der Kopfläuse ist das Blut des Menschen. Haustiere spielen als Überträger der Kopflaus keine Rolle.

[Foto] Mikroaufnahme einer adulten männlichen Kopflaus (Pediculus humanus capitis)

Es gibt drei Arten von Läusen, die den Menschen als Wirt nutzen: die Kopflaus, die Kleiderlaus und die Filzlaus. Die Kleiderlaus und die Filzlaus sind in Deutschland sehr selten geworden und werden daher nur am Rande (siehe Läuselexikon) besprochen. Sofern nicht anders angegeben, ist also mit "Laus" immer die Kopflaus gemeint!

Die Laus besitzt stechend-saugende Mundwerkzeuge, d. h. sie sticht einer Injektionsnadel gleich in die Kopfhaut ein und saugt Blut. Beim Saugen gibt sie ein Betäubungsmittel ab, deshalb spürt man den Stich in der Regel nicht sofort.

Die Parasiten saugen im Abstand von ca. 5 Stunden an der Kopfhaut. Insgesamt braucht eine Laus also 4-5 Mahlzeiten am Tag. Eine Kopflaus kann durchschnittlich nur 24 Stunden ohne Nahrung auskommen. In einer Untersuchung fand man heraus, dass eine Laus maximal 55 Stunden außerhalb ihres Wirtes überleben kann. Die ausgehungerten Läuse werden senil und sterben ab.

Ihre Eier, die mit einem Chitingehäuse umschlossen sind, klebt die Laus mit einer wasserunlöslichen Substanz (Kitt) in Kopfhautnähe am Haar fest. Sie sind als ca. 1mm große, bräunliche Verdickungen zu erkennen. Anders als Schuppen haften sie fest am Haar und sind durch normales Kämmen nicht abzustreifen.

[Foto] Das Ei einer Kopflaus mit schlüpfreifer Larve

Die Kopflaus ist an eine Umgebungstemperatur von etwa 30°C angepasst. Diese Temperatur finden die Kopfläuse am Haaransatz. Bei Temperaturen unter 22°C verlangsamt sich der Stoffwechsel der Laus und unter 12°C ist keine Eiablage mehr möglich. Von den Eiern, die sich weiter weg als 1 cm von der Kopfhaut befinden, geht meist kein Infektionsrisiko mehr aus, da die Entwicklung der Larven sehr temperaturabhängig ist. Beträgt die Temperatur weniger als 24°C entwickelt sich die Larve im Ei nicht weiter.

Am Tag legt ein Kopflausweibchen 5-10 Eier ab. Im Laufe ihres insgesamt etwa 30- tägigen Lebens kann sie also einen beachtlichen Befall verursachen. Ein Kopflausmännchen lebt nur 15 Tage.

Bei einem Kopflausbefall kann es auf dem Kopf folgende Stadien geben:

  1. Lauseier,
  2. Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien,
  3. erwachsene Kopfläuse.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.