Wussten Sie schon, dass …
… Kopflausbefall meistens im Kindergarten- und Grundschulalter vorkommt?
Läuselexikon
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A
- Abwehr
- Adulte
Erwachsene, geschlechtsreife Läuse.
- Ätherische Öle
Viele ätherische Öle werden heutzutage in Kopflausmitteln eingesetzt. Da ihnen ein natürlicher Ruf anhaftet, werden sie oft als sanfte Alternativen zu den Insektiziden angesehen. Die Wirksamkeit ist insgesamt jedoch nicht zuverlässig belegt. Es ist anzumerken, dass viele ätherische Öle so genannte Terpenoide enthalten, die in vielen Fällen ebenfalls insektizid wirken. Von sanft also keine Spur.
- Akarizid
(Acari= Milben) Ein Mittel, welches tödlich auf Milben (z. B. Skabies- oder Krätzemilben) wirkt.
- Alter
Vom Kopflausbefall betroffen sind meistens Kinder im Alter von 6-11 Jahren.
- alternative Therapie
Hierzu zählt man sowohl ölhaltige oder dimeticonhaltige Präparate (z. B. Aesculo Gel oder Paranix), als auch Behandlungsformen wie Sauna, Trockenhaube etc.. Sie sollen eine Alternative zu den etablierten Kopflauspräparaten darstellen - jedoch ist ihre Wirksamkeit oft nicht ausreichend belegt. siehe Ätherische Öle
- Ansteckung
Der Ansteckungsweg beim Kopflausbefall beschränkt sich so gut wie ausschlieÃ"Ylich auf den Haar-an-Haar-Kontakt. Andere Ãoebertragungswege, speziell über Gegenstände, wie Kleidungsstücke werden bei weitem überschätzt. siehe Übertragung
- Anwendungsfehler
Passieren viel häufiger, als angenommen und auch zugegeben wird. Grundsätzlich gilt: Im Beipackzettel des Herstellers wird die Anwendung optimal beschrieben. Deshalb sollte dieser immer genau befolgt werden.
- Applikation
Anwendung bzw. Auftragen des Läusemittels. Wichtig ist eine sorgfältige Applikation, um den Wirkstoff mit allen vorhandenen Entwicklungsstadien der Kopflaus in Kontakt zu bringen.
- Arzneimittel
Bei Medikamenten wird zwischen Arzneitmitteln und Medizinprodukten unterschieden. Arzneimittel durchlaufen einen aufwändigen Zulassungsprozess. Damit ist gewährleistet, dass Wirksamkeit, Verträglichkeit und pharmazeutische Qualität durch die zuständige Bundesoberbehörde geprüft sind. Die Institution, die dies überprüft ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). siehe Medizinprodukte; siehe OTC
- Atemöffnung
Die Laus besitzt 14 Atemöffnungen, die auch Stigmen genannt werden. Die Hersteller vieler ätherischer Öle behaupten, dass diese die Atemöffnungen zuverlässig verstopfen könnten. Jedoch ist bei den ätherischen Ölen dieser Wirkmechanismus und die Wirksamkeit meist nicht belegt. In der Apotheke sind neuerdings Präparate erhältlich, die Wirkstoffe auf Silikonbasis (so genannte Dimeticone) enthalten. Diese Dimeticone umhüllen die Läuse und ersticken sie so. Für einige dieser neuen Präparate (z.B. Dimet 20) konnte die hohe Wirksamkeit belegt werden. siehe Dimet 20
- Attest
Ob ein Attest notwendig ist, damit Kinder nach behandeltem Kopflausbefall wieder in die Schule oder in den Kindergarten dürfen, wird im Einzelfall von den Gemeinschaftseinrichtungen in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt entschieden. Im Infektionsschutzgesetz wird lediglich davon gesprochen, dass ein Kind dann in eine Gemeinschaftseinrichtung zurückdarf, wenn "nach ärztlichem Urteil" eine Weiterverbreitung von Kopfläusen nicht mehr zu befürchten ist. Was genau "ärztliches Urteil" bedeutet, ist im Gesetz nicht näher definiert. Siehe Wiederzulassung.
- Auskämmen
Neben der Behandlung mit einem wirksamen Kopflausmittel ist es wichtig, die Kopfläuse durch Auskämmen zu bekämpfen. Zwar ist das Auskämmen der Eier und Nissen durchaus aufwändig, sichert aber einen hohen Behandlungserfolg. Auf jeden Fall ist dafür ein geeigneter Nissenkamm notwendig. siehe Behandlung
- Auslandsreise
Oft wird von Eltern der Verdacht geäußert, ihr Kind habe sich auf einer Auslandreise mit Läusen angesteckt. Aber Vorsicht: auch in anderen Ländern gilt, dass der nahezu einzige Übertragungsweg der Haar-an-Haar-Kontakt ist. Kann ein solcher Kontakt mit anderen Personen auf einer Auslandreise ausgeschlossen werden, so ist die Ansteckungsquelle anderweitig zu suchen.
- Autositz
Autositze spielen in der Regel keine Rolle bei der Übertragung des Kopflausbefalles. Einmaliges Absaugen reicht daher vollkommen aus.
B
- Begleitmaßnahmen
Unter den Begleitmaßnahmen beim Kopflausbefall versteht man zunächst das Untersuchen des Kopfhaares, in Verbindung mit dem Entfernen von Lauseiern und Nissen. Wichtig ist auch Freunde und Bekannte, speziell die Kinder aus der gemeinsam besuchten Einrichtung, zu informieren. Nebensächlich sind die Behandlung von Gegenständen und Kleidungsstücken.
- Behandlung
Eine wirksame Behandlung des Kopflausbefalles besteht aus der Anwendung eines geeigneten Läusemittels, in Verbindung mit der mechanischen Entfernung (Auskämmen)von Läusen und Lauseiern.
- Behandlungsfehler
- Behörden
- Beipackzettel
Die Anwendungshinweise in den Beipackzetteln sollten genau befolgt werden.
- Bettbezug
Die Bettbezüge können einmalig am Tag der Behandlung, abgezogen und gewaschen werden. Die Inletts und Matratzen müssen nicht behandelt werden.
- Bettwäsche
- biologische Mittel
- Blut
Kopfläuse, aber auch Filz- und Kleiderläuse leben ausschließlich von menschlichem Blut. Kopfläuse brauchen ca. alle 4-6 Stunden eine Blutmahlzeit. Bekommen sie diese nicht, z. B. weil sie sich gerade auf einem Gegenstand befinden, überleben sie in der Regel nicht länger als 48 Stunden.
- Bürste
Bürsten werden oft unter Generalverdacht gestellt, für die Übertragung von Kopfläusen verantwortlich zu sein und werden daher unter Extrembedingungen desinfiziert. Dies ist unnötig! Bürsten sind übersichtliche Gegenstände. Schon das bloße Betrachten der Haarbürste lässt eine zuverlässige Aussage darüber zu, ob sich noch Läuse darauf befinden. Wenn dem wider Erwarten so ist, reicht es aus, die Bürste einfach unter fließendem Wasser abzuspülen.
C
- Chitinhülle
Die Kopflaus klebt ihre Eier mit einer wasserunlöslichen Substanz in Kopfhautnähe an das Haar und umschließt sie mit einer Chitinhülle.
- Chrysanthemen
Aus Chrysanthemen wird seit vielen Jahrhunderten der Pyrethrum-Extrakt gewonnen. Dieser Extrakt enthält insektizide Substanzen, die so genannten Pyrethrine und ist in dem Läusemittel Goldgeist forte enthalten.
- Cyclometicon
Hierbei handelt es sich um einen Hilfsstoff, der in einigen Präparaten gegen Kopfläuse enthalten ist. Leider ist dieser Hilfsstoff sehr brandfördernd, so dass er in den meisten Präparaten (z. B. Dimet 20 oder InfectoPedicul) nicht eingesetzt wird.
D
- Desinfektion
Die Desinfektion von Gegenständen ist im Rahmen der Behandlung des Kopflausbefalles überflüssig und birgt durch die Kontamination der häuslichen Umgebung sogar Risiken in sich.
- DGPI
Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie. www.dgpi.de
- Diagnose
Die Diagnose (der Befund) Kopflausbefall wird in der Regel sehr lange nach der Ansteckung gestellt. Britische Untersuchungen haben gezeigt, dass Kopfläuse im Durchschnitt erst nach vier (!) Monaten entdeckt werden.
- Dimet 20
Bei Dimet 20 handelt es sich um ein neues Mittel gegen Kopfläuse, das spezielle Silikonöle (Dimeticone) enthält. Diese umhüllen die Läuse und führen schnell zum Tod der Läuse. Das Mittel ist nach Verschreibung durch den Kinderarzt/ Arzt für Kinder bis 12 Jahren erstattungsfähig. Bei Dimet 20 reicht eine Einwirkzeit von lediglich 20 Minuten aus. siehe Dimeticon
- Dimeticon
Dimeticon ist ein Sammelbegriff für verschiedene Silikonöle, die in zahlreichen, neueren Kopflauspräparaten (wie z.B. Dimet 20) enthalten sind. Die Silikonöle unterscheiden sich von Präparat zu Präparat und die Wahl des richtigen Dimeticons ist für die Wirksamkeit ausschlaggebend. Ein gutes Dimeticon umhüllt die Laus vollständig und erstickt sie. Für Dimet 20, das ausgesuchte Dimeticone enthält, konnte die hohe Wirksamkeit in aktuellen aufwändigen Studien bei Kinderärzten gezeigt werden. siehe Atemöffnung; siehe Dimet 20
- Duschhaube
Immer wieder werden Duschhauben verwendet, um direkt nach Auftragen eines Läusemittels auf die Haare die Wirksamkeit zu erhöhen. Aber Vorsicht: Wenn dies nicht ausdrücklich im Beipackzettel angegeben ist, sollte es unterbleiben. Bei InfectoPedicul stellt die Anwendung einer Duschhaube einen gravierenden Behandlungsfehler dar.
E
- Eier
Frisch abgelegte Lauseier befinden sich nur wenige Millimeter von der Kopfhaut entfernt am Haar und sind dunkelbraun. Sie werden im Laufe ihrer 7 - 10 tägigen Entwicklung bis zum Schlupf etwas heller. Wenn dann die Larve aus dem Ei schlüpft, lässt sie die weiße Eihülle (Nisse) zurück, die weiterhin noch fest mit dem Haar verbunden bleibt. So können auch Monate nach einem erfolgreich behandelten Kopflausbefall noch Nissen im Haar gefunden werden. Sie stellen keine Ansteckungsgefahr mehr dar! siehe Nissen
- Eihülle
- Einfrieren
Gegenstände, die engen Kontakt mit dem menschlichen Haar haben, jedoch nicht bei 60 °C gewaschen werden können, werden lausfrei, indem sie über Nacht eingefroren werden.
- Einmalbehandlung
Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass die einmalige Behandlung mit InfectoPedicul ausreichen kann, um den Kopflausbefall zu behandeln. Dennoch wird heute im Zusammenhang mit der Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen eine Zweitbehandlung nach 8-10 Tagen empfohlen. siehe Infektionsschutzgesetz; siehe Robert-Koch-Institut
- Eisschrank
- Ekel
Obwohl der Kopflausbefall eine vollkommen harmlose Krankheit darstellt, wird er mit großem Ekel betrachtet.
- Eltern
Sie stellen meist die Erstdiagnose. Den Eltern sollte bewusst sein, dass es für die erfolgreiche Verhütung und Bekämpfung von Kopflausepidemien in der Gemeinschaftseinrichtung besonders wichtig ist, den Kopflausbefall rasch zu erkennen und zu behandeln. Sie sind zur Meldung eines Kopflausbefalls verpflichtet (laut Infektionsschutzgesetz, IfSG). siehe Infektionsschutzgesetz
- Elternabend
Gerade wenn in Gemeinschaftseinrichtungen Kopfläuse hartnäckig über längere Zeit verweilen, lohnt sich die Einberufung eines Elternabends, um die Beteiligten dazu zu bringen, gemeinsam gegen den Befall vorzugehen.
- Entwesung
Bedeutet das Vernichten tierischer Schädlinge, gemeint sind solche, die mit bloßem Auge zu erkennen sind. Entwest werden Gegenstände, nicht aber Menschen. Die Entwesung ist definiert im § 18 des Infektionsschutzgesetzes.
- Entwesungsmittelliste
Diese Liste enthält Mittel, die im Falle von öffentlich angeordneten Entwesungen von Seiten des öffentlichen Gesundheitsdienstes angewendet oder empfohlen werden dürfen. Sie wird vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) herausgegeben und ist im § 18 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) verankert. Die Wirksamkeitstests, die mit den gelisteten Mitteln durchgeführt werden, führt das Umweltbundesamt (UBA) durch. Aus traditionellen Gründen werden auf dieser Liste auch Kopflausmittel geführt. Allerdings sind Entwesungen im Rahmen des Kopflausbefalles niemals vorgesehen, schon gar keine öffentlich angeordneten. Das Robert Koch-Institut übernimmt die gelisteten Mittel in seine Empfehlungen zum Kopflausbefall auf.
- Erzieherin
Ihnen kommt eine Schlüsselrolle im Kopflausmanagement zu. Obwohl sie ohne Zustimmung der Eltern nicht berechtigt sind, die Köpfe der Kindergartenkinder auf Läuse zu kontrollieren, ist dies doch gängige Praxis. Viele Erzieherinnen sind extrem routiniert und haben den sicheren "Läuseblick".
- Essigspülung
Essigspülungen werden als altes Hausmittel sowohl zur Lausbekämpfung als auch zur Nissenentfernung eingesetzt. Es besteht allerdings inzwischen Einigkeit, dass Essig in den handelsüblichen Konzentrationen keinerlei insektizide Wirkung besitzt und den Kitt, mit dem Nissen am Haar festgeklebt sind, nicht ablösen kann.
F
- Familienbehandlung
Es ist umstritten, ob die Behandlung der gesamten Familie immer notwendig ist, insbesondere dann, wenn die Läuse nur bei einem Familienmitglied entdeckt worden sind. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Kopfläuse häufig erst lange nach der Ansteckung entdeckt werden. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass sie sich in dieser Zeit bereits in der Familie ausgebreitet haben. Selbst bei gezieltem Nachschauen können Läuse leicht übersehen werden. Bei geringster Unsicherheit über die Befunde bei den restlichen Familienmitgliedern ist daher eine gleichzeitige Behandlung der gesamten Familie dringend zu empfehlen. So können so genannte Ping-Pong-Infektionen vermieden werden.
- Fehlanwendung
- Ferien
Die meisten Kopflausfälle werden im Spätsommer/Frühherbst nach den Sommerferien entdeckt. Dies ist schon seit Jahrzehnten so. Es wurde viel darüber diskutiert, warum das so ist. Möglicherweise handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um solche, die sich schon im Frühsommer angesteckt haben, aber jetzt erst identifiziert werden. Als verstärkender Faktor kommt sicherlich die Tatsache hinzu, dass nach den Ferien die Kontakte unter den Kindern wieder häufiger werden. Zudem gibt es in dieser Jahreszeit die stärkste Wahrnehmung des Themas Kopfläuse. Damit kontrollieren die Eltern intensiver die Köpfe ihrer Kinder und es kommen mehr Fälle zum Vorschein. Ob die immer wieder genannten Zeltlager in den Sommerferien eine Rolle spielen, ist dagegen unklar, zumal Kindergarten- oder Grundschulkinder, also die mit Abstand am häufigsten betroffenen Gruppen, eher selten in Zeltlager fahren.
- Filzlaus
(lat.: Phthirus pubis) Eine am Menschen parasitierende Laus, die sich hauptsächlich in der Schambehaarung, selten in den Achsel- und Barthaaren aufhält. Spielt in Deutschland gegenüber der Kopflaus nur eine stark untergeordnete Rolle. Die Behandlung des Filzlausbefalles gleicht der des Kopflausbefalles, mit dem Unterschied, dass alle behaarten Regionen mit Insektizid behandelt werden müssen.
- Fön
Es ist aussichtslos, einen Kopflausbefall mit Heißluft in den Griff zu bekommen. Hohe Temperaturen, die die Kopflaus abtöten, werden beim Menschen auch Schäden verursachen! Glücklicherweise sorgt der menschliche Körper für eine Temperaturregulierung nahe der Haut. Daher ist auch ein Saunaaufenthalt gegen den Kopflausbefall nicht wirksam, obwohl in der Raumluft dort oft über 90 °C herrschen.
- Fortpflanzung
Die weibliche Laus wird einmal in ihrem Leben begattet und kann dann täglich 5 - 10 Eier ablegen. Bei einer Lebenserwartung von 30 Tagen, kann sie also einen beachtlichen Befall produzieren.
- Freibad
Eine Übertragung des Kopflausbefalles über Schwimmbadwasser ist ausgeschlossen.
- Friseur
Manche Friseure haben Angst, Personen die Haare zu schneiden, die entweder mit Kopfläusen befallen sind oder kürzlich befallen waren. Grundsätzlich gilt: Bringt der Friseur sein eigenes Kopfhaar nicht in Kontakt mit dem Haar des Befallenen, so ist eine Übertragung praktisch ausgeschlossen.
G
- Gemeinschaftseinrichtung
Damit sind vor allem Kindergärten und Grundschulen gemeint. Über drei Viertel aller Kopflausbefälle kommen bei Kindern vor, die solche Einrichtungen besuchen. Sie können oft wahre Brutstätten sein. Es gibt Gemeinschaftseinrichtungen, die über Monate oder Jahre das Kopflausproblem nicht loswerden. Auf den weiterführenden Schulen sind Kopfläuse in der Regel kein Thema mehr.
- Geschwisterbehandlung
- Gesundheitsamt
Nach dem Infektionsschutzgesetz obliegt es dem Gesundheitsamt, die Durchführung "seuchenhygienischer Maßnahmen" zu überwachen. Das Robert Koch-Institut interpretiert das dahingehend, dass das Gesundheitsamt Kompetenzen bis hin zur Veranlassung von Kontrollen der Kinder besitzt. In der Praxis wird das Gesundheitsamt in der Regel beratend tätig. Ohne Zustimmung der Eltern ist das Gesundheitsamt nicht berechtigt Behandlungen bei den Kindern durchzuführen.
- Glatze
Kopfläuse können auf Glatzen nicht überleben. Das bedeutet, dass das komplette Entfernen der Kopfhaare zuverlässig den Kopflausbefall beendet und gleichzeitig vor Neubefall schützt. Da jedoch heutzutage sehr wirksame Kopflauspräparate zur Verfügung stehen (wie z.B. InfectoPedicul und Dimet 20), ist es nicht nötig, die Haare zu kürzen oder ganz abzuschneiden! siehe Haarlänge
- Grundschule
H
- Haar-an-Haar-Kontakt
Der nahezu einzige Übertragungsweg bei einem Kopflausbefall.
- Haare färben
Durch das Färben der Haare kann der Kopflausbefall nicht beseitigt werden.
- Haarfarbe
Bisher konnte nicht belegt werden, dass die Haarfarbe irgendeinen Einfluss auf das Risiko hat, sich mit Kopfläusen anzustecken. Die Tierchen fühlen sich offenbar bei allen Haarfarben gleich wohl. Allerdings spielt die Haarfarbe bei der Diagnose und Kontrolle eine Rolle: in blondem Haar werden naturgemäß die dunklen Lauseier besser entdeckt, in dunklem Haar dagegen die hellen Nissen.
- Haargel
Das Auftragen von Haargel direkt nach der Behandlung eines Kopflausbefalls, kann die Wirkung des angewandten Mittels (z.B. InfectoPedicul) drastisch herabsetzen.
- Haargummis
- Haarlänge
Wahrscheinlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der Haarlänge und der Häufigkeit des Kopflausbefalles. So sind Mädchen ca. dreimal so häufig von Kopfläusen betroffen wie Jungen. Vermutlich hängt es zum Teil damit zusammen, dass Mädchen in der Regel längere und damit auch voluminösere Haare haben, was einen Haar-an-Haar-Kontakt wahrscheinlicher macht. Gleichzeitig wird in längerem Haar der Kopflausbefall leichter übersehen und ist zudem schwieriger zu behandeln.
- Haarshampoo
Häufiges Haarewaschen mit Shampoo ergibt nur besonders saubere Läuse. Eine zuverlässige Behandlung ist mit den handelsüblichen kosmetischen Shampoos nicht möglich.
- Haarspange
Haarspangen sind klein und übersichtlich. Mit einem Blick lässt sich feststellen, ob sich Läuse daran aufhalten. Sie müssen nicht desinfiziert oder gekocht werden. Haarspangen sind nützliche Helfer beim Auskämmen.
- Haarspray
Immer wieder wird berichtet, dass Haarspray wirksam bei Kopflausbefall sei. Einen Beleg dafür gibt es aber nicht.
- Haarspülung
Mit Hilfe einer Haarspülung wird das Kämmen mit einem Nissenkamm erleichtert. Aber Vorsicht: Haarspülungen können die Wirksamkeit von Kopflausmitteln (z.B. InfectoPedicul) beeinflussen. siehe InfectoPedicul Nissenkamm
- Haarwäsche
- Haushalt
Sämtliche Gegenstände im Haushalt spielen für die Übertragung von Kopfläusen nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem werden Hygienemaßnahmen meist stark übertrieben. Was nützlich und zumutbar ist: siehe Begleitmaßnahmen; siehe Behandlung
- Haustier
Haustiere spielen für die Übertragung keine Rolle, da Kopfläuse auf das menschliche Haar als Lebensraum spezialisiert sind und sich nur von menschlichem Blut ernähren können.
- Hautreaktion
Kopfläuse sind Insekten mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen. Ihr Speichel wirkt lokalanästhetisch (betäubend) und enthält potentielle Allergene. Deshalb kann es zu einem starken Juckreiz auf der Kopfhaut kommen. siehe Pruritus
- Hitze
- Hund
- Hygiene
Kopflausbefall ist keine Frage der persönlichen oder Haushaltshygiene. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass sich Läuse in fettigem Haar weniger wohl fühlen, da sie sich auf diesem nicht so gut fortbewegen können wie auf sauberem Haar. siehe Haushalt
- Hysterie
Kopflausbefall löst innerhalb von Familien oft eine gewisse Hysterie aus, die dann wiederum zu irrationalem Handeln führt. So werden die Hygienemaßnahmen im Haushalt häufig stark übertrieben.
I
- IfSG
- Immunität
Es wird in der Fachwelt diskutiert, ob es Personen gibt, die gegen Kopfläuse immun sind. Wenn Familien ein Leben lang von Kopfläusen verschont bleiben, bedeutet dies nur, dass man einfach Glück gehabt hat.
- Impfung
- InfectoPedicul Lösung
InfectoPedicul Lösung ist ein Arzneimittel gegen Kopflausbefall mit dem Wirkstoff Permethrin. Es ist das meistverordnete Läusemittel in Deutschland und nach § 18 Infektionsschutzgesetz auf der Entwesungsmittelliste geführt.
- InfectoPedicul Nissenkamm
Der InfectoPedicul Nissenkamm erfüllt alle Anforderungen, die an einen geeigneten Nissenkamm zu stellen sind: Er hat einen robusten, ergonomischen Griff und lange, eng zusammenstehende, starre Metallzinken. Der Abstand zwischen zwei Zinken beträgt 0,1 mm. Zum Vergleich: ein Lausei ist ca. 0,3 X 0,8 mm groß.
- Infektionsschutzgesetz
Das Infektionsschutzgesetz ist der Nachfolger des Bundesseuchengesetzes und ist seit 01.01. 2001 in Kraft. Es regelt alle Aspekte, die im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten und ihrem Bezug zur Allgemeinheit stehen. Für den Kopflausbefall sind insbesondere die Paragraphen 18 und 34 relevant. In § 18 ist die Entwesungsmittelliste verankert und der § 34 regelt, wann ein Kind oder ein Betreuer die Gemeinschaftseinrichtung nach einer Infektionskrankheit oder einem Kopflausbefall wieder besuchen darf.
- Infektiosität
Oder auch Ansteckungsfähigkeit. Der Kopflausbefall ist nur dann ansteckend, wenn eine Übertragung durch einen Haar-an-Haar-Kontakt möglich ist. Daher sollte man eine Übertragung wirksam vermeiden. Die Infektiosität nimmt dann stark zu, wenn der Kopflausbefall unentdeckt bleibt und daher insbesondere Kinder einen sorglosen Umgang pflegen.
- Infestation
Infestation bedeutet Besiedlung eines Organismus mit einem Parasiten. Im strengen Sinne handelt es sich beim Kopflausbefall in der Tat um einen Befall und nicht um eine Infektion. Man hat sich jedoch darauf geeinigt, dass es sich um eine Krankheit handelt, die so genannte Pedikulose.
- Insektizide
Chemikalien, die zur Gruppe der Pestizide gehören und zur Insektenbekämpfung eingesetzt werden. Sie finden Verwendung in der Landwirtschaft, im Vorrats- und Materialschutz, sowie im Hygienebereich und bei der lokalen Behandlung von Parasitosen.
- Isolierung
J
- Jacken
Jacken spielen für die Übertragung von Kopfläusen keine Rolle.
- Jahreszeit
Kopfläuse kommen zu jeder Jahreszeit vor, allerdings ist der Bedarf an Kopflausmitteln im Spätsommer/Herbst deutlich höher als zu allen anderen Zeiten des Jahres. Zusätzlich ist anzumerken, dass Läuse bei höheren Außentemperaturen aktiver sind. Eine Ausbreitung wird dadurch wahrscheinlicher. Übrigens: Die meisten Kopflausfälle kommen zu einer Jahreszeit vor, in der nur selten Schals, Mützen oder Jacken getragen werden. siehe Ferien
- Juckreiz
- Jungen
Jungen sind durchschnittlich deutlich seltener von Kopfläusen betroffen als Mädchen. siehe Haarlänge
K
- Kamm
Zum Durchsehen des Kopfhaares oder zum Auskämmen der erwachsenen Läuse kann auch ein ganz normaler Haarkamm verwendet werden. Aber:um schon bei der ersten Durchsicht der Haare eine eindeutige Diagnose stellen zu können, empfiehlt es sich hierbei gleich mit einem Nissenkamm das angefeuchtete Haar Strähne für Strähne zu durchkämmen. siehe InfectoPedicul Nissenkamm
- Katze
- Kindergarten
- Kittsubstanz
Der Kleber, mit dem die Laus ihre Eier am Haar befestigt. Einmal ausgehärtet, ist der Kleber nur sehr schwer wieder aufzulösen. Da er in seiner Zusammensetzung dem Haar ähnelt, würde eine Substanz, die die Kittsubstanz angreift auch das Haar angreifen. Somit ist das Lösen des Klebers mithilfe von Haushaltsessig aussichtslos.
- Kleiderlaus
(lat.: Pediculus humanus corporis) Kleiderläuse sind hierzulande extrem selten geworden. Sie leben bevorzugt in Kleidersäumen und suchen den menschlichen Körper lediglich zur Nahrungsaufnahme auf. Daher muss ein Kleiderlausbefall nicht direkt am Menschen behandelt werden. Die Entwesung der Kleider reicht aus. Die Kleiderlaus ist ein potentieller Krankheitsüberträger für Rückfallfieber, epidemisches Fleckfieber und wolhynisches Fieber.
- Kleidung
Es lohnt sich nur, die bei der Behandlung getragene Kleidung der Betroffenen und die benutzten Handtücher zu waschen. Diese sollte bei 60 °C gewaschen werden. siehe Waschmaschine
- Knock-down-Effekt
Der Knock-down-Effekt ist das Maß dafür, wie schnell eine Laus nach Einwirkung eines Insektizids bewegungsunfähig wird. Dies ist nicht gleichbedeutend mit dem Absterben des Tieres. Es ist schon beobachtet worden, dass sich eine Laus nach vorübergehender Bewegungsunfähigkeit wieder vollkommen erholt und weiterlebt.
- Kokosöl
- Kopfhaut
Der Kopflausbefall spielt sich hauptsächlich in der Nähe der Kopfhaut ab. So befinden sich entwicklungsfähige Lauseier höchstens 1 cm von der Kopfhaut entfernt am Haar. Frischgeschlüpfte und auch etwas ältere Larven halten sich in der Regel direkt auf der Kopfhaut auf. siehe Larven
- Kopfkissen
Kopfkissen, sollte man meinen, sind geradezu Nester für Kopfläuse, die nur darauf warten, den Benutzer wieder anzustecken. Aber weit gefehlt: Untersuchungen haben gezeigt, dass selbst dieser "Hochrisikogegenstand" keine Rolle für die Übertragung spielt. Die Kopfläuse, die in seltenen Fällen auf Kopfkissen von Betroffenen gefunden werden, sind meist schon senil und können keinen neuen Befall mehr auslösen.
- Kopflaus
(lat.: Pediculus humanus capitis) Die Kopflaus kommt ausschließlich auf menschlichen Köpfen vor. Sie ist perfekt an ihren Lebensraum, das menschliche Haar angepasst. Auf anderen Säugetieren kann die Kopflaus nicht überleben. Die Kopflaus stellt in unseren Breiten keine Infektionsquelle für Krankheiten dar.
- Krätze
Auch Skabies genannt, ist eine Parasitose der Haut. Die weibliche Skabiesmilbe gräbt sich zur Eiablage in die oberste Hautschicht. In dem dabei entstehenden Milbengang schlüpfen nach einiger Zeit die Larven, die sich dann wieder an die Hautoberfläche bohren und sich dort paaren. Dann beginnt der Zyklus von neuem.
- Kühltruhe
- Kuscheltier
Spielen Kuscheltiere eine Rolle für die Übertragung? Vermutlich nicht. Um das geringe Restrisiko auszuschließen, können nicht waschbare Kuscheltiere für 3 Tage isoliert werden (z.B. in eine Plastiktüte gesteckt). Auch Einfrieren über Nacht oder 15 min im Trockner bei 60°C töten eventuell darin hängende Kopfläuse ab.
L
- Läuse
Für 3 verschiedene Läusespezies, stellt der Mensch den Wirt dar: Kopfläuse (Pediculus humanus capitis), Kleiderläuse (Pediculus humanus corporis) und Filzläuse (Phthirus pubis).
- Läusekamm
- Lange Haare
Lange Haare sind beim Kopflausbefall ein Nachteil. Erstens bieten sie Kopfläusen einen größeren Lebensraum. Zweitens ist bei langen Haaren der Haar-an-Haar-Kontakt wahrscheinlicher. Drittens werden bei langem Haar die Läuse vermutlich längere Zeit übersehen. Viertens sind Personen mit langen Haaren aufwändiger zu behandeln.
- Larven
Larven bezeichnet man die drei Entwicklungsstadien der Kopflaus vor der Geschlechtsreife. Nach dem Schlupf der Larve aus dem Ei kommt es in 10 Tagen zu insgesamt drei Häutungen, durch die die Laus in das jeweils nächste Stadium übergeht. Deshalb sind die Larven, je nach Entwicklungsstadium unterschiedlich groß. Direkt nach dem Schlupf sind sie ca. 1mm bis kurz vor der Geschlechtsreife etwa 3,5 mm groß. Das letzte Larvenstadium nennt man auch Nymphe. siehe Nymphen
- Lausei
- Lebensdauer
Sofern sie keinem Läusemittel ausgesetzt werden, überleben Kopfläuse im Haar 15 (Männchen) oder 30 (Weibchen) Tage.
- Lebenszyklus
Nach der Eiablage schlüpft die Larve nach 7-10 Tagen. Diese durchläuft 3 Larvenstadien bis sie nach 8-10 Tagen geschlechtsreif geworden ist. Dann paart sich die Kopflaus und das Weibchen legt 2-3 Tage später erneut Eier ab. Der Lebenszyklus dauert insgesamt etwa 3 Wochen.
- Lindan
Auch Hexachlorcyclohexan genannt. Ein chlorierter Kohlenwasserstoff, der seit Jahrzehnten gegen Insekten und Milben eingesetzt wird. Lindan ist seit Ende 2007 EU-weit verboten.
- Lupe
Ein wichtiges Hilfsmittel, um Läuse, Larven und Lauseier unter einer hellen Lichtquelle auf dem Kopf zu entdecken.
M
- Mädchen
Mädchen sind im Kindergarten- und Grundschulalter ca. 3mal häufiger vom Kopflausbefall betroffen als Jungen. Dies liegt zum einen am engeren Sozialkontakt der Mädchen, zum anderen an den in der Regel längeren und damit voluminöseren Haaren. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer "Kopf- zu- Kopf" Übertragung. siehe Lange Haare
- Medizinprodukte
Einige Kopflausmittel sind so genannte arzneimittelähnliche Medizinprodukte der Klasse 1. Darunter fallen insbesondere Kopflausmittel, die die Läuse auf so genanntem "physikalischen Weg" (z.B. durch Ersticken) bekämpfen. Für einige (z.B. Dimet 20) konnte eine hohe Wirksamkeit nachgewiesen werden. siehe Dimet 20
- Meerschweinchen
- Mützen
Sind mit dem Gerücht behaftet, unter Kindern ein Hauptverbreitungsweg für Kopfläuse zu sein. Läuse entfernen sich aber nur selten von ihrem Wirt. Sollte ein starker Kopflausbefall vorliegen, so ist es sinnvoll, aus psychologischen Gründen die getragene Mütze für 3 Tage zu isolieren.
N
- Nahrungsaufnahme
Läuse sind Insekten mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen. Ihr Speichel wirkt lokalanästhetisch (= betäubend) und enthält Allergene. Deshalb kann es bei Kopflausbefall nach ein paar Wochen zu einem Juckreiz kommen. siehe Blut; siehe Hautreaktion
- Neurotoxizität
Steht für eine das Zentralnervensystem betreffende Giftigkeit. Die gängigen Insektizide wirken dabei auf das Nervensystem der Laus. Immer wieder wird diese Neurotoxizität dazu verwendet, den Ruf der Insektizide zu schädigen, denn wer will schon gerne einen neurotoxischen Wirkstoff auf dem Kopf haben. Fakt ist aber, dass Insektizide wie Permethrin nur sehr wenig durch die Haut aufgenommen werden und so das zentrale Nervensystem des Menschen nicht schädigen können.
- Nissen
Als Nisse bezeichnet man korrekterweise die leere Eihülle, aus der die Larve bereits geschlüpft ist, aber noch als weißlicher Rückstand auf dem Haar zu erkennen ist. Von Nissen geht keine Ansteckungsgefahr mehr aus. siehe Eier
- Nissenentfernung
Die Entfernung der Nissen und Lauseier ist ein wichtiger Bestandteil der Kopflausbehandlung. Zwar stellen Nissen (=leere Eihüllen) keine Gefahr mehr für den Befallenen dar, jedoch kann der durchschnittliche Anwender häufig nicht feststellen, ob es sich um schlupffähige Eier,oder um leere Hüllen handelt. Im Zweifelsfall gilt daher immer: Lieber entfernen! Darüber hinaus hat tägliches Nissenkämmen noch weitere Vorteile: Zum einen weiß der Kämmende so in der Regel täglich, was auf dem Kopf vor sich geht und wird somit eine Reinfektion frühzeitig erkennen. Zum anderen erwirbt sich der Betreffende eine nicht zu unterschätzende Routine im Untersuchen des Kopfes. siehe Reinfektion
- Nissenkamm
- Nymphen
Das letzte Larvenstadium vor der Entwicklung zur geschlechtsreifen, erwachsenen Laus nennt man Nymphe. Sie ist ca. 3 mm groß, also nur wenig kleiner als eine erwachsene Laus. siehe Larven
O
- Olivenöl
Olivenöl wurde früher als Hausmittel zur Läusebekämpfung eingesetzt, mit dem Ziel, die Läuse einzuschließen und so zu ersticken. Dieses Wirkprinzip ist allerdings umstritten, zumal es Völker gibt, die ihr Haar mit Olivenöl oder Kokosöl pflegen und trotzdem Läuse bekommen.
- OTC
Bedeutet abgekürzt "over the counter", d.h. über den (Apotheker-)Tresen. OTC bezeichnet damit die Präparate, die in der Apotheke ohne ärztliches Rezept selbst gekauft werden können. Dazu gehören auch die Kopflauspräparate. Geprüfte Präparate (wie z.B. InfectoPedicul und Dimet 20) können jedoch durch den Kinderarzt/ Arzt verordnet werden und sind dann für Kinder bis 12 Jahren erstattungsfähig. siehe Rezept
- Ovizidie
Bedeutet die Wirksamkeit auf Lauseier, genauer gesagt auf die sich entwickelnde Larve im Ei. Da die Larve durch die Eihülle (Chitinhülle) geschützt ist, haben die meisten Läusemittel hier einen Wirksamkeitsmangel. Deshalb müssen fast alle Präparate im Abstand von 8-10 Tagen ein zweites Mal angewendet werden, da nach 8 Tagen die Larven aus den noch abgelegten Eiern geschlüpft sind. Eine Ausnahme bildet InfectoPedicul, da der enthaltene Alkohol den Wirkstoff Permethrin durch die Eihülle hindurchtransportieren kann, wo er dann auf die Larve wirkt. Falls doch einmal eine Larve schlüpft, wird diese durch den Residualeffekt abgetötet. Daher reicht bei InfectoPedicul die Einmalanwendung in der Regel aus.
P
- Paarung
Sobald Läuse geschlechtsreif sind, paaren sie sich. Ein Weibchen wird einmal befruchtet und legt dann täglich im Durchschnitt 5 Eier ab. Nach der Paarung kommt es nach 2-3 Tagen zur erstmaligen Eiablage.
- Pädiater
Anderer Begriff für den Kinderarzt. Der Pädiater ist der Facharzt, der mit Abstand die meisten Kopflausbefälle in der Praxis sieht.
- parallel liegende Haare
Kopfläuse laufen am schnellsten auf langen glatten, parallel zueinander liegenden Haaren. Man hat herausgefunden, dass für eine Übertragung von einem Kopf zu einem anderen, die Haare der beiden Personen sich parallel zueinander annähern müssen. Liegen Haare von unterschiedlichen Köpfen beim Kontakt senkrecht zueinander, wird eine Kopflaus nicht übersteigen.
- Parasiten
Lebewesen, die teilweise oder ganz auf Kosten eines anderen Organismus (Wirt) leben. Die Kopflaus ist ein Parasit, der ausschließlich auf dem menschlichen Kopf leben kann. Das Blut des Menschen ist ihre einzige Nahrung. Außerhalb ihres Wirtes können Kopfläuse höchstens 48 Stunden überleben.
- Pedikulose
Bezeichnet den Befall der Haut durch Kopf-, Kleider- oder Filzläuse. Sie zeigt sich oft durch starken Juckreiz, evtl. Einstichstellen und im Extremfall durch Kratzspuren, die sich auch infizieren können.
- Pedikulozide
Sind Insektizide, die speziell gegen Läuse gerichtet sind. siehe Insektizide
- Permethrin
Permethrin ist ein hochwirksames, synthetisches Pyrethroid. Es ist stabil und braucht daher nicht mit Zusatzstoffen stabilisiert zu werden. Aufgrund seiner Wirksamkeit auf die Lauseier und seines Residualeffekts reicht die Einmalanwendung in der Regel aus. Permethrin ist der Wirkstoff von InfectoPedicul. siehe Residualeffekt
- Ping-Pong-Infektionen
Wenn insbesondere innerhalb der Familie nicht alle gleichzeitig behandelt werden, können Kopfläuse zwischen den Familienmitgliedern hin und her übertragen werden. Man spricht in solchen Fällen von Ping-Pong-Infektionen. Die Kopfläuse halten sich dann immer gerade auf dem Kopf auf, der nicht behandelt wird. Ping-Pong-Infektionen können die Ursache für sehr hartnäckige Läuseplagen in Familien, aber auch in Gemeinschaftseinrichtungen sein. Man vermeidet sie, indem man beherzt alle Familienmitglieder gleichzeitig behandelt, auch wenn nicht bei allen Kopfläuse entdeckt wurden. siehe Familienbehandlung
- Polstermöbel
Es reicht vollkommen aus, wenn Polstermöbel einmalig abgesaugt werden. siehe Sofas
- Prävention
Die Bezeichnung für vorbeugende Maßnahmen in der Gesundheitspflege. Durch fundierte Aufklärungsarbeit in der Gemeinschaftseinrichtung und sachgemäße Anwendung eines wirksamen Kopflausmittels, kann die Ausbreitung einer Kopflausinfektion erfolgreich vermieden werden.
- Prophylaxe
Es besteht ein stark ausgeprägtes Bedürfnis, sich vor Kopfläusen zu schützen. Gerade Familien, die kürzlich selbst betroffen waren, würden alles dafür tun, sich nicht erneut anzustecken. Jedoch: Ein Mittel, welches zuverlässig Kopfläuse abwehrt, gibt es auf dem deutschen Markt nicht. Dennoch kann man sich auf verschiedene Arten schützen. Dabei ist die vollständige Kopfhaarrasur oder die Quarantäne der Kinder zwar hochwirksam, jedoch den Betroffenen nicht zumutbar. Allerdings kann durch Aufklärungsarbeit und Nachforschungen das Risiko einer erneuten Ansteckung gesenkt werden. 1) Informieren Sie sich über alle wichtigen Aspekte des Kopflausbefalles, vor allem über die Übertragungswege und die richtige Behandlung. 2) Finden Sie die Ansteckungsquelle und wirken Sie auf eine Sanierung derselben hin.3) Schauen Sie das Haar aller Familienmitglieder regelmäßig nach Läusen durch. So können Sie sofort einschreiten, falls die Tierchen wieder auftauchen. siehe ; siehe Repellentien
- Pruritus
Ist der medizinische Begriff für Juckreiz. Die meisten Menschen glauben, dass alle Personen, die Kopfläuse haben, gleichzeitig an Juckreiz leiden. Aber Vorsicht: Nach der Ansteckung braucht das Immunsystem mehrere Wochen, bis es auf die Laus oder ihre Ausscheidungen reagiert und es zu Rötungen und Juckreiz kommt. Daher ist durchschnittlich nur jeder 5. Kopflausträger von Pruritus betroffen. Andersherum verspüren viele Personen allein schon deshalb Juckreiz, wenn sie nur über das Thema Läuse reden. Der Juckreiz ist folglich ein extrem unzuverlässiges Symptom und sagt wenig darüber aus, ob Läuse da sind oder nicht.
- Pyrethroide
- Pyrethrum
Q
- quälender Juckreiz
Bei einem ausgeprägten Befall im fortgeschrittenen Stadium kann der Juckreiz quälende Ausmaße annehmen. Dies führt dann zu intensivem Kratzen und in der Folge wird die Kopfhaut verletzt. Schlimmstenfalls kann es zu einer Superinfektion kommen. In solchen Fällen sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden. siehe Pruritus
- Quarantäne
Ist eine vorübergehende Isolierung, um die Ausbreitung einer infektiösen Krankheit zu verhindern. Dies wäre zwar eine wirksame Methode zur Vorbeugung, ist jedoch im Kleinkind- und Grundschulalter nicht umzusetzen. Ältere Kinder sind dagegen eher in der Lage, Anweisungen zur Vermeidung eines Haar-an-Haar-Kontaktes konsequent umzusetzen.
R
- Reinfektion
Die erneute Ansteckung ist die häufigste Ursache für besonders hartnäckige Verläufe des Kopflausbefalls. Da ca. jedes 2. Kind nichts vom eigenen Befall weiß und gleichzeitig der Befall durchschnittlich erst nach mehreren Monaten entdeckt wird, ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Gemeinschaftseinrichtung von Kindern mit unentdeckten Läusen besucht wird. Daher ist es unbedingt notwendig, dass auch nach einem erfolgreichen Behandlungszyklus der Kopf des Kindes weiterhin regelmäßig auf Läuse kontrolliert wird, um eine Wiederansteckung sofort zu bemerken.
- Repellentien
Mittel die Insekten abwehren, nennt man Repellentien. siehe ; siehe Prophylaxe
- Residualeffekt
(lat. residual = zurückbleibend) Der in InfectoPedicul enthaltene Wirkstoff Permethrin, verbleibt nach der Anwendung auf dem Haar. Damit werden Larven, die in den Tagen nach der Behandlung schlüpfen, durch den Nachwirkeffekt abgetötet.
- Resistenz
Die Einwirkung eines Insektizides auf eine Population von Insekten wird nach einer gewissen Zeit zu einer Selektion führen, d. h. es setzen sich diejenigen Insekten durch, die aufgrund anderer genetischer Voraussetzungen (Mutationen) dem Insektizid gegenüber teilweise oder vollständig resistent sind. Dies führt dann dazu, dass ein Läusemittel, welches das betreffende Insektizid enthält, weniger oder gar nicht wirkt. In Deutschland spielen Resistenzen derzeit keine Rolle.
- Resorption
Bezeichnet die Aufnahme eines Stoffes durch die Haut. Es ist wünschenswert, dass die Wirkstoffe, die in Präparaten zur äußerlichen Anwendung enthalten sind, möglichst wenig durch die Haut aufgenommen werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Erkenntnissen zur Resorption in Zusammenhang mit den verordneten oder empfohlenen Mitteln.
- Rezept
Arzneimittel gegen Kopflausbefall, wie z.B. InfectoPedicul, können sowohl auf Rezept verordnet werden als auch in der Apotheke gekauft werden. Liegt ein Rezept vor, erstatten die Krankenkassen das Mittel bei Kindern im Alter bis 12 Jahren. Das Medizinprodukt Dimet 20 kann ebenfalls durch den Arzt verschrieben und durch die Krankenkassen bei Kindern bis 12 Jahren erstattet werden. siehe Dimet 20
- Rezeptpflicht
Präparate sind rezeptpflichtig, wenn sie nur nach Verschreibung des Arztes in der Apotheke erhalten werden können. Seit die Lindanpräparate Ende 2007 vom Markt gegangen sind, gibt es in Deutschland keine rezeptpflichtigen Läusemittel mehr.
- Robert-Koch-Institut
Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten. Es informiert und berät die Fachöffentlichkeit sowie zunehmend auch die breitere Öffentlichkeit. Im Hinblick auf das Erkennen gesundheitlicher Gefährdungen und Risiken nimmt das RKI eine zentrale "Antennenfunktion" im Sinne eines Frühwarnsystems ein.
S
- Säuglinge
Säuglinge sind nur selten von Kopfläusen betroffen, da sie in der Regel noch keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Falls ein Säugling doch einmal betroffen ist, z. B. durch Übertragung von einem älteren Geschwisterkind, sollte immer ein Arzt bei der Behandlung hinzugezogen werden.
- Sauna
Ein Saunaaufenthalt ist zur Abtötung der Läuse gänzlich ungeeignet.
- Schlupffähigkeit
Eine 100%ige Sicherheit darüber, ob ein Lausei eine schlupffähige Larve enthält, bekommt man nur, wenn man das Lausei bebrüten würde. Dies tut allerdings kein Anwender. Zur Beurteilung gibt es jedoch zwei einfache Kriterien: Wenn ein Lausei schlupffähig sein soll, muss es 1. dunkel sein und 2. in unmittelbarer Nähe der Kopfhaut (maximal 0,5 cm entfernt) am Haar kleben. Sind diese beiden Bedingungen erfüllt, kann die Schlupffähigkeit nicht ausgeschlossen werden und das Ei sollte unbedingt entfernt werden. Finden Sie aber weiter weg als 1 cm von der Kopfhaut ein weißliches, schuppenähnliches Pünktchen fest am Haar haftend, so können Sie sicher davon ausgehen, dass es sich um eine Nisse handelt, also eine leere Eihülle, aus der die Larve schon geschlüpft ist. siehe Chitinhülle; siehe Eier
- Schulbus
Schulbusse gelten geradezu als ein Paradies für die Übertragung von Kopfläusen. Dies ist nur zum Teil richtig. Es sind nämlich nicht die gemeinsam benutzten Rückenlehnen, über die die Läuse von einem Kind zum anderen laufen, sondern die Enge im Bus sorgt dafür, dass der Haar-an-Haar-Kontakt zwischen Kindern häufiger vorkommt.
- Schule
- Schuppen
Schuppen können leicht mit Nissen verwechselt werden. Sie unterscheiden sich aber darin, dass sie im Gegensatz zu Nissen leicht aus dem Haar zu entfernen sind, da sie nur lose auf dem Haar liegen.
- Schwangerschaft
Bei einem Kopflausbefall in der Schwangerschaft sollte immer ein Arzt bei der Behandlung zu Rate gezogen werden.
- Shampoo
Einige Kopflauspräparate liegen in Form eines Shampoos vor. Mit handelsüblichen kosmetischen Shampoos können dagegen Kopfläuse nicht behandelt werden. Häufiges Haarewaschen ergibt nur besonders saubere Läuse!
- Skabies
- Sofas
Kopfläuse lauern nicht in Polstermöbeln. siehe Umgebungsbehandlung
- soziale Ächtung
Leider wird heute der Kopflausbefall immer noch häufig mit mangelnder persönlicher Hygiene und niedrigem sozialen Status in Verbindung gebracht. Es gilt aber: Der Laus sind Sozialstatus, Geldbeutel des Wirtes oder die persönliche Hygiene vollkommen egal. Prinzipiell kann jeder betroffen sein. Leider führt die soziale Ächtung dann dazu, dass tatsächliche oder auch nur vermutete Fälle oftmals verschwiegen werden. So gelingt es nicht, bei einem hartnäckigen Ausbruch in einer Gemeinschaftseinrichtung alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen.
- Stillzeit
Bei einem Kopflausbefall in der Stillzeit sollte immer ein Arzt bei der Behandlung zu Rate gezogen werden.
- Superinfektion
Durch den Einstich der Mundwerkzeuge der Laus und die damit eindringenden Allergene, kann es zu einem heftigen Juckreiz kommen. Besonders Kinder kratzen sich die juckenden Stellen auf. Bakterien können eindringen, die eine Infektion verursachen. Hier sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.
T
- Teddybär
- Teenager
Vom Kopflausbefall betroffen sind hauptsächlich Kinder im Alter von 6-12 Jahren. Durch Kopf-zu-Kopf- Übertragung können diese aber ihr gesamtes Umfeld mit Kopfläusen "anstecken".
- Temperatur
Kopfläuse sind an ein Temperaturoptimum von 28-32°C adaptiert (angepasst). Unter 22°C ist können keine Larven schlüpfen und unter 12°C kann keine Eiablage stattfinden. Die Läuse einer Temperatur über 50°C auszusetzen, bedeutet ihren sicheren Tod.
- Therapie
Die Bezeichnung für die Behandlung von Krankheiten oder ein Heilverfahren. Ziel der Therapie bei einem Kopflausbefall ist die Beseitigung des Parasiten. Da die Kopflaus nur auf dem menschlichen Kopf parasitiert, ist die Sorgfalt der Behandlung auf den Kopf des Befallenen zu richten. Die Säuberung der Umgebung, sollte eine stark untergeordnete Rolle spielen.
- Therapieversager
Trotz hervorragend wirksamer Medikamente ist die Erfahrung in der Praxis eher so, dass die Therapie manchmal fehlschlägt. Woran liegt das? Mögliche Gründe sind: 1) Die Stigmatisierung führt zur Verheimlichung eines Kopflausbefalls. Die Behandlung ist zwar effektiv, jedoch findet aus der Umgebung eine Reinfektion statt. 2) Einzelne verweigern aus ideologischen Gründen oder aufgrund von Fehlinformationen eine effektive Behandlung. 3) Die Behandlung war fehlerhaft, z.B. nur eine Behandlung wurde durchgeführt, obwohl eine Zweitbehandlung notwendig war; zu geringe Mengen des Mittels wurden verwendet; zu nasses Haar und daraus resultierend zu starke Verdünnung des Wirkstoffs. 4) Fehlinterpretation: leere, alte Nissen werden fälschlich für eine Reinfektion gehalten.
U
- Übertragung
Läuse können nicht springen, fliegen oder hüpfen. Sie steigen von einem Haar zum anderen über. Mit ihren zu Klammerbeinen umgewandelten Extremitäten können sie sich sehr gut im Haar verankern.
- Übertragungsweg
Der einzige sichere Übertragungsweg bei einem Kopflausbefall ist der intensive Kopf-an-Kopf-Kontakt.
- Umgebungsbehandlung
Die Kopflaus ist nicht fähig in der Umgebung des Menschen, also außerhalb des Kopfes, zu überleben. Dies erklärt, weshalb es nicht notwendig ist, die Wohnung bei einem Kopflausbefall zu "behandeln". Nicht Häuser bekommen Läuse sondern Menschen!!
- Umgebungsspray
Ist bei stationären Parasiten wie Kopfläusen von fraglichem Nutzen. Es muss in Betracht gezogen werden, dass hier eine Umgebungskontamination mit Insektiziden stattfindet. siehe Desinfektion
- Untersuchung
In den meisten Fällen stellen Eltern oder Erzieherinnen den Kopflausbefall fest. Im ersten Schritt ist eine sorgfältige Untersuchung des Kopfes wichtig. Sind nur adulte Läuse vorhanden? Finden sich Nissen? Auch nach der Behandlung mit einem wirksamen Kopflausmittel ist es wichtig, den Kopf des Betroffenen regelmäßig zu kontrollieren. siehe Behandlung; siehe Reinfektion
W
- Waschmaschine
In der Waschmaschine bei 50°C gewaschene Läuse, so haben Forscher herausgefunden, sind nach dieser Behandlung tot.
- Waschmittel
Bei einem Kopflausbefall reicht es aus, die bei der Behandlung getragene Kleidung der Betroffenen und die benutzten Handtücher mit einem herkömmlichen Waschmittel einmalig zu waschen. Größere Waschaktionen sind unnötig und führen nur zu Überlastung und Stress.
- Wiederholungstherapie
- Wiederzulassung
Wann darf mein Kind die Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen? Im Infektionsschutzgesetz wird die Wiederzulassung geregelt. Das RKI hat die gesetzlichen Regelungen ausgelegt und empfiehlt: Eine Ansteckungsgefahr besteht nur bei erwachsenen, lebenden Läusen. Nach einer sachgemäßen Behandlung mit einem wirksamen Mittel (wie z.B. InfectoPedicul oder Dimet 20) sind die ausgewachsenen, infektiösen Läuse abgetötet und das Kind kann am nächsten Tag wieder in die Gemeinschaftseinrichtung gehen. Nissen (leere Eihüllen) alleine sind kein Grund, um den Zutritt zu verwehren. Es wird jedoch empfohlen, auch nachdem die Einrichtung wieder besucht wird, eine weitere Behandlung nach 8 - 10 Tagen durchzuführen. Die Leitung der Einrichtung bestimmt in Abstimmung mit der zuständigen Gesundheitsbehörde darüber, welche Bedingungen für die Wiederzulassung der Kinder bestehen: Ob eine schriftliche Bestätigung der Erziehungsberechtigten über eine korrekte Behandlung ausreicht oder ob ein ärztliches Attest vorliegen muss. siehe Gemeinschaftseinrichtung
- Wirt
Als Wirt wird das Lebewesen (z.B. Mensch) bezeichnet, das einen anderen Organismus (z.B. Kopflaus) mit lebenswichtigen Nährstoffen (z.B. Blut) versorgt. Läuse müssen alle 4-6 Stunden ihren Flüssigkeitsbedarf durch eine Blutmahlzeit decken, andernfalls sterben sie nach etwa 48 Stunden ab. Die Kopflaus ist auf ihren spezifischen Wirt, den Menschen angewiesen. Verlässt sie ihren Wirt, so nur, um bei einem anderen glücklich zu werden, oder sie stirbt ab.
Z
- zugelassenes Arzneimittel
Über die Zulassung eines Arzneimittels entscheidet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Mittel werden hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die menschliche Gesundheit und die Auswirkung auf die Umwelt geprüft. Zurzeit sind 3 Präparate zur Bekämpfung des Kopflausbefalls als Arzneimittel zugelassen (InfectoPedicul, Goldgeist forte, Jacutin Pedicul Spray).
www.kopflaus.info — ein kostenloser Service von den Kopflausexperten von InfectoPharm
InfectoPedicul Lösung, Wirkstoff: Permethrin und Dimet 20, Medizinprodukt mit Dimeticon und Dodecanol. Zur Behandlung der Haare bei Befall mit Kopfläusen.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.