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Herzlich Willkommen auf unserer Seite rund um Kopfläuse!

Hier erhalten Sie alle wichtigen Kopflaus-Informationen.

Liebe Eltern, liebe Patienten!

Kopfläuse an sich sind kein großes Problem: Sie können nicht hüpfen, fliegen oder von Mensch zu Mensch springen. Kopfläuse sind auch nicht wirklich wander- und entdeckerlustig und wechseln schon gar nicht zum Vergnügen ihren angestammten Kopf. Bereits kurze Zeit „ohne Oben“ fühlt sich die typische Kopflaus lebensgefährlich bedroht. Auch übertragen Kopfläuse keine Krankheiten und sind nicht hygienisch bedeutsam. Dennoch gilt der Kopflausbefall als eine der häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. Weil Kopfläuse ein erfolgreiches biologisches Modell sind. Sie begleiten die Menschheit schon seit Ewigkeiten. An indianischen Mumien lassen sich Kopfläuse ebenso erkennen wie mit ausgefeiltester Technik an unseren Ahnenköpfen. Bereits vor fünfeinhalb Millionen Jahren hatte der Mensch der Vorzeit nachweislich Kopfläuse.

Entdecken Sie weitere spannende und kaum bekannte Läusefakten hier.

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Kopfläuse: Die Übertragung von Kopf zu Kopf

Heute tauchen Kopfläuse regelmäßig in Kindertagesstätten, im Kindergarten oder in der Schule auf. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten. „Wir haben Läuse“, lesen Eltern dann auf einem praktisch wiederverwendbaren Schild am Eingang. Wie kommt es zu diesen mehrfachen Ausbrüchen? Ist es schwierig, einen Kopflaus-Befall zu erkennen oder zu behandeln?

Kopfläuse sind eben klein und werden schnell mal übersehen. Tatsächlich kann es Monate dauern, bis Eltern den Läusebefall ihres Kindes bemerken. Viele Kinder kratzen sich nicht, denn es fehlt ihnen jegliches Jucken. Juckreiz ist eine Reaktion des Körpers auf das Mittel, das die Laus beim Saugen in die Haut abgibt. Ganz ähnlich wie bei Stechmücken. Starker Juckreiz ist aber nicht unbedingt ein typisches Symptom für einen Kopflausbefall. Untersuchungen haben ergeben, dass weniger als eine von fünf Personen überhaupt einen Juckreiz verspürt.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie Kopfläuse erkennen können und die ersten wichtigen Symptome eines Kopflausbefalls.

Alle erwachsenen Kopfläuse sind flink. Aber nur „die Großen“ sind für die Ausbreitung der Läuseverwandtschaft verantwortlich. Mit ihren perfekt ausgebildeten, gebogenen Klammerbeinen und den hakenartigen Klauen sind Kopfläuse gleichermaßen hangelsicher und beweglich. Trotzdem können sie nur dann von Kopf zu Kopf klettern, wenn sich die Haarsträhnen berühren und beim Haar-zu-Haar-Kontakt genau nebeneinander zu liegen kommen. Kinder sind wahrscheinlich deshalb öfter von einem Befall betroffen als ihre Eltern, weil sie viel kuscheln und engen Kontakt lieben. Die großen unter ihnen machen vielleicht auch öfter mal Freundschafts-Selfies mit der ganzen Gruppe, bei denen dann alle gut zusammenrücken.

Alle drei Kopflaus-Stadien sicher erkennen und behandeln

Eine Kopflaus bleibt selten lange allein. Ein Weibchen lebt höchstens einen Monat, Männchen meist nur halb so lang. Im anfänglichen Larvenstadium vermehren sich Kopfläuse noch nicht. Eine ausgewachsene Kopflaus dagegen kann bis zu 300 widerstandsfähige Eier, sogenannte Nissen, legen. Das sind etwa zehn Eier am Tag. Diese klebt sie mit fester Hülle an die Haare. Die Eier sind bräunlich und werden dann weiß, wenn die Läuse ausschlüpfen. Zunächst befinden sich die Eier sehr in Kopfhaut-Nähe, mit der Zeit wachsen sie mit dem Haar heraus.

Die noch jungen Läuse (Larven) in den ersten zehn Tagen haben noch keine voll entwickelten Gliedmaßen und halten sich immer nahe der Kopfhaut auf. Von ihnen geht keine Übertragung aus. Ebenso wenig von den fest verklebten Eiern!

Ein Kopflaus-Foto und die genaue Beschreibung des Übertragungsweges finden Sie hier.

Richtig eingreifen – welche Kopflausmittel helfen?

Um als Eltern die Kopfläuse in der Familie erfolgreich zu behandeln, müssen Sie Mittel wählen, die das komplette Trio bekämpfen: die Nissen, die noch wenig beweglichen Larven und die erwachsenen Läuse.

Es gibt moderne Läusemittel für Ihr Kind, die nicht nur sicher wirken, sondern auch sanft zur Kopfhaut und einfach anzuwenden sind. Dimet 20 beispielsweise ist kinderleicht aufzutragen und bekämpft Läuse und ihre Eier. Es umhüllt die lebenden Tiere mit einem undurchlässigen Silikon-Öl und erstickt sie innerhalb kürzester Zeit. Zusätzlich stört es ihr Wachstum, indem es den Panzer der Krabbler angreift. Ebenso hochwirksam ist die InfectoPedicul Lösung, die bereits für Babys ab zwei Monaten eingesetzt werden kann.

Wichtig ist, den Lebenszyklus von Kopfläusen zu verstehen. Alle guten Läusemittel berücksichtigen die natürliche biologische Entwicklung der Kopflaus, um den jeweils richtigen Zeitpunkt für die Behandlungen zu bestimmen. Denn um sicherzugehen, muss jede Behandlung nach 8 bis 10 Tagen wiederholt werden. Damit werden auch die Larven getötet, die möglicherweise erst nach der ersten Behandlung geschlüpft sind.

Wenn die Behandlung mit einem Läusemittel nicht erfolgreich verlaufen sollte, liegt es fast immer an der fehlenden Nachbehandlung, einer anderen Abweichung von den Behandlungshinweisen oder am falschen Auskämmen.

Gute Läusekämme gehören in Griffnähe…

Das richtige Auskämmen ist wichtig. Einerseits können Sie damit nach einer Behandlung Kopfläuse, Larven und sogar die Nissen entfernen. Andererseits kontrollieren Sie damit auch zwischendurch den augenblicklichen Kopflausbefall. Das feuchte Haar kann dazu mit ein bisschen Haarspülung geschmeidiger gemacht werden. Nasses Auskämmen wird immer ergänzend zu der Behandlung durchgeführt. Besorgen Sie sich dazu in der Apotheke einen speziellen Nissenkamm oder Läusekamm mit eng stehenden, langen und stabilen Metallzinken. Der richtige Abstand zwischen den Zinken am Kamm ist wichtig: Ein Ei ist ca. 0,3 Millimeter breit und 0,8 Millimeter lang, der Abstand zwischen zwei Zinken sollte entsprechend deutlich kleiner sein.

…und diese Läusegeschichten in die Schublade

Kopfläuse treten auch nur deswegen immer wieder auf, weil verschiedene Menschen viele falsche und manchmal geradezu haarsträubende Informationen weitererzählen. Das betrifft besonders alternative Möglichkeiten zu ihrer Behandlung.

Um Kopfläuse zu bekämpfen, sollten Sie auf gar keinen Fall Hausmittel einsetzen. Es hilft nicht, mit der gesamten Familie in die Sauna zu gehen. Es ist für Ihr Kind gefährlich, die Kopfläuse mit Heißluft totfönen zu wollen und eine Zumutung, die Haare mit Essig, Mayonnaise, Olivenöl, Kokosnuss- oder Neemöl zu behandeln. Auch müssen Mädchen nicht ihre langen Haare opfern oder Jungen ihre Lieblingsmütze. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker: Viele Läusemittel sind erstattungsfähig für Kinder bis 12 Jahre.

Wie schützen Sie Ihr Kind gegen eine Ansteckung?

Wenn in Ihrer Familie Kopfläuse auftreten, verfallen Sie nicht in einen übermäßigen Aktionismus. Läuseeier fallen nicht von den Haaren, Läuse selbst krabbeln nicht auf Polstermöbeln, Mützen oder Kuscheltieren herum. Kopfläuse brauchen regelmäßig Blut zum Überleben. Nach maximal 55 Stunden, also nicht einmal drei Tagen ohne menschlichem Blut sterben sie. Ein Haustier ist folglich kein geeigneter Wirt. Meerschweinchen, Hunde oder Katzen sind für Kopfläuse absolut uninteressant.

Es muss nicht übertrieben werden, hilft aber Ihnen und Ihrem Kind, sich besser zu fühlen. Waschen Sie einmalig Schlafanzüge, Bettwäsche, die bei der Behandlung getragene Kleidung und die verwendeten Handtücher bei 60 °C. Keine Kopflaus würde diese Temperatur in der Waschmaschine überleben. Wichtig ist auch die Reinigung der Kämme, Haarspangen und Bürsten von vielleicht eingeklemmten Tieren.

Vorbeugen können Sie aber Läusen nicht wirklich. Es ist bis heute nicht bekannt, warum bestimmte Menschen betroffen sind uns andere nicht. Es hat sicher nichts mit zu seltenem Haarewaschen oder mangelhafter Reinlichkeit zu tun.

Das Gute ist: Nach nur einer Behandlung mit einem wirksamen Mittel darf Ihr Kind wieder in die Gemeinschaftseinrichtung zurück. Das gilt auch für den Fall, wenn noch leere Eihüllen sichtbar in den Haaren sind.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg, wenn bei Ihnen Kopfläuse aufgetreten sein sollten. Auf den Seiten von Kopflaus.info beantworten wir Ihnen gerne die häufigsten Fragen, erklären Begriffe und geben wertvolle Tipps aus der Praxis. Denn je mehr Sie über Läuse wissen, desto eher verliert ein Befall seinen kleinen Schrecken. Neben all der Aufregung daher auch viel Spaß beim Erforschen der kleinen krabbelnden Kletterkünstler.